MARTIN FORTER - GEOGRAF UND ALTLASTENEXPERTE

+++ 2. Mai 2017 +++

Hochgiftiger Lindan-Abfall in Hagenthal-le-Bas (F):

Feldweg nach schlampigen Sanierungsarbeiten noch immer stark kontaminiert

SituationsbildNach der verpatzten Sanierung des Feldwegs in Hagenthal-le-Bas (F): Noch immer Betonbrocken, die mit bis zu 126'500 Mikrogramm Lindan-Abfall pro Kilogramm belastet sind. Fotos: Pingwin Planet

Bis zu 126'500 Mikrogramm Lindan-Abfall pro Kilogramm: So viel Gift hat ein Labor noch immer in Proben vom Feldweg in Hagenthal-le-Bas (F) nachgewiesen, die der Basler Altlastenspezialist Martin Forter und die Umweltorganisation Pingwin Planet nach den vermeintlichen Sanierungsarbeiten anfangs März 2017 genommen haben. Die Analyseresultate zeigen: Die von der Préfecture des Département du Haut-Rhin sowie dem Umweltministerium in Paris gutgeheissene Billigsanierung ist gescheitert. Forter und Pingwin Planet fordern eine sofortige Sicherung des Weges und eine Nachsanierung.

Sechs Jahre haben sich die Préfecture bzw. das Umweltministerium in Paris Zeit gelassen – nachdem Pingwin Planet und der Altlastenexperte Martin Forter an einer Medienkonferenz 2011 auf die Kontaminationen aufmerksam gemacht hatten. Dann sind anfangs März 2017 auf dem Feldweg beim Klepferhof in Hagenthal-le-Bas (F) die Bagger aufgefahren, um eine Billigsanierung ohne Zelt und mit einem fragwürdigen Schutz der Arbeiter durchzuführen. Doch immerhin: Das hochkonzentrierte Gift sollte ausgegraben werden, versprach die Préfecture. Davon aber kann keine Rede sein, wie neue Analysen von Pingwin Planet und Martin Forter zeigen. Noch immer bis zu 126'500 Mikrogramm hochgiftigen Lindan-Abfall1 pro Kilogramm hat das Labor in den vier Beton-Proben aus dem vermeintlich neuen Belag auf dem Feldweg festgestellt. Zudem liegt vor Ort weiterhin der typische modrige Gestank von Lindan-Abfall in der Luft. Mit anderen Worten: Auch nach den angeblichen Sanierungsarbeiten bleibt der Feldweg stark mit Gift kontaminiert. «Das ist skandalös – es lagen alle nötigen Informationen für eine taugliche Sanierung auf dem Tisch», sagt Lorenz Hirni, Co-Präsident von Pingwin Planet. Das Gift stammt aus der Fabrik Ugine Kuhlmann in Huningue (FR), die bis 1976 das heute verbotene Insektizid Lindan hergestellt hat.

Gefährlicher als vor den Sanierungsarbeiten

Die Situation auf dem Feldweg beim Klepferhof in Hagenthal-le-Bas ist nach den verpatzten Sanierungsarbeiten noch gefährlicher als vorher: Jetzt liegt der hochgiftige Lindan-Abfall wieder offen und frei zugänglich auf dem angeblich gerade aufgeräumten Feldweg herum.
Schon 2011 bestand kein Zweifel, dass dem Beton, der zu Beginn der 1970er-Jahre auf dem Feldweg aufgebracht wurde, reiner, hochgiftiger Lindan-Abfall beigemischt worden war. Deshalb sollte die Sanierungsfirma auf dem Feldweg in erster Linie den stark kontaminierte Beton ausgraben und durch sauberes Material ersetzen. Das aber scheint nicht wirklich geschehen zu sein. Denn: Alle vier Betonproben, die Martin Forter im Auftrag von Pingwin Planet nach dem Bodenaustausch aus diesem angeblich jetzt sauberen Feldweg entnommen hat, sind z.T. stark mit Lindan-Abfall belastet2. Erstaunlich auch: Am Wegrand liegen viele alte Betonbrocken, die zum Teil mit Lindan-Abfall belasteten sein dürften – ganz so, als ob sie jemand aussortiert und dort abgelegt hätte.

Lindan und Lindan-Abfall: Das Gift Hexachlorcyclohexan (HCH) und seine Wirkung

MFo/PP Hexachlorcyclohexan (HCH, C6H6Cl6) ist ein gelblich-weisses Pulver. Es besteht aus verschiedenen, sogenannten Isomeren (z.B. alpha-, beta-, delta-, epsilon- und gamma-HCH). Das gamma-Isomer – auch Lindan genannt – hat als einziges die Eigenschaft, Insekten zu töten. Doch bei der Produktion entstehen nur 20% Lindan. Die restlichen 80% bilden den HCH-Abfall. Er stinkt sehr stark. Jedes der HCH-Isomere hat unterschiedliche physikalische und chemische Eigenschaften und damit auch andere toxikologische Wirkung auf Mensch und Tier. Diese lässt sich wie folgt verallgemeinern:

Anreicherung über die Nahrungskette/Muttermilch:

Die verschiedenen Isomere des Hexachlorcyclohexans (HCH) reichern sich im tierischen und menschlichen Körper an, vor allem im Fettgewebe, im Blut, der Leber und der Niere. Frauen scheiden HCH auch über die Muttermilch wieder aus und geben es so an den Säugling weiter. Am meisten reichert sich der beta-Isomer des HCHs an.

Toxizität:

Allergien, Hautreizungen, Erbrechen, Muskelkrämpfe, Zittern, Schlaflosigkeit, Schädigung des Zentralnervensystems, Fehlgeburten oder Frühgeburten, teils neurologische Ausfälle.

Krebs:

Beim Tier gelten die Isomere des HCH als krebsfördernd. Die Internationale Krebsagentur (IARC) stuft gamma-HCH (= Lindan) als krebsfördernd beim Menschen (Klasse 1) und die anderen HCH-Isomere als beim Menschen möglicherweise krebsfördernd ein (Stufe 2b). Lindan wird u.a. mit Leber- und Brustkrebs in Verbindung gebracht.

Hormonaktivität:

Die Europäische Union (EU) klassiert alle Isomere des HCH als hormonaktiv (Kategorie I). Das heisst: HCH wirkt im tierischen und menschlichen Organismus wie ein Hormon und bringt – vereinfacht gesagt – den Hormonhaushalt durcheinander. Dies kann die Fortpflanzung beeinträchtigen.

HCH gilt als Bienen-, Vogel- und Fischgift.

HCH und auch das Insektizid Lindan sind in den Industrieländern seit langem verboten

Préfecture immer wieder überfordert

Die Behörden waren in Hagenthal-le-Bas offensichtlich nicht in der Lage zu kontrollieren, ob die Arbeiten korrekt und sauber ausgeführt wurden. «Das ist nicht das erste Mal. Die Préfecture bzw- das Umweltministerium in Paris scheinen bei der Einschätzung der Risiken und z.T. auch die ADEME3 bei der Überwachung und der Erfolgskontrolle von Sanierungsarbeiten immer wieder überfordert zu sein», bilanziert der Altlastenexperte Martin Forter: «Das muss sich dringend ändern». So habe die Préfecture z.B. 2013 nicht bemerkt, dass der Schweizer Pharmakonzern Novartis und die französische Sanierungsfirma Sita Remidiation mit dem Aushub von Lindan-Abfall in Huningue (F) die benachbarte Stadt Basel (CH) mit giftigem Staub grossflächig kontaminierten.

Pingwin Planet und Martin Forter fordern:

  • Sofortige Sperrung und Sicherung des untauglich sanierten, aber noch immer stark mit Lindanabfall kontaminierten Feldwegs beim Klepferhof in Hagenthal-le-Bas.
  • Offenlegung der Entsorgungsnachweise für das anfangs März ausgehobene Material.
  • Restlose Entfernung des kontaminierten Betons mit entsprechenden Sicherheitsmassnahmen zum Schutze von ArbeiterInnen, AnwohnerInnen und der Umwelt.
  • Verzicht auf das Überziehen mit Beton anderer Feldwege und Plätze in Hagenthal-le-Bas und Hagenthal-le-Haut, die mit Lindan-Abfall verunreinigt sind.
  • Vollständige Dekontamination der zahlreichen mit Lindan-Abfall verunreinigten Plätze und Feldwege in Hagenthal-le-Bas und in Hagenthal-le-Haut.

Kontakt:

Martin Forter, Dr. Geograf und Altlastenspezialist
Lorenz Hirni, Co-Präsident Pingwin Planet,
Clement Tolusso, Medienbeauftragter Pingwin Planet
0041 (0)61 691 55 83
0041 (0)78 753 53 75
0041 (0)79 213 41 06

 

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1 Hexachlorcyclohexan (HCH)
2 Erste Probenahme (12.03.2017): Eine Mischprobe bestehend aus drei Betonstücken;
Zweite Probenahme (30.03.2017): Drei Proben bestehend aus drei Betonstücken, die das Labor einzeln analysiert hat.
3 Agence de l’environnement et de la maîtrise de  l’énergie (ADEME)

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Lindan-Abfall im elsässischen Hagenthal (F):

Billigsanierung auf Kosten der Umwelt und der Gesundheit

SituationsbildBilligsanierung in Hagenthal-le-Bas 07.03.2017 / Bild: PP

Statt den hochgiftigen und Krebs fördernden Lindan-Abfall wirklich wegzuräumen, will die Préfecure in Hagenthal-le-Bas und Hagenthal-le-Haut nur oberflächlich aufräumen: Gerade mal den hochkonzentrierten Sondermüll will sie weggraben und dies erst noch ohne Zelt. Bei allen anderen Feldwegen und Picknick-Plätzen aber will sie das Gift im Boden belassen und nur mit Beton überziehen – selbst mitten im Wald. Pingwin Planet protestiert gegen dieses Vorgehen. Statt das seit 45 Jahren bestehende Giftproblem endlich wirklich zu lösen, verlagert es die Préfecture erneut auf zukünftige Generationen.

Die Sanierungsarbeiten haben diese Woche begonnen. Pingwin Planet und der Altlastenexperte Dr. Martin Forter verlangen einen sofortigen Baustopp. Sie erachten den Schutz der ArbeiterInnen und der Umwelt als ungenügend. Die Sicherheitsmass- nahmen werden den Risiken des Lindan-Abfalls nicht gerecht. Die Gefahr von giftigen Staubemissionen ist sehr gross. Dies insbesondere auch angesichts der momentanen Wetterbedingungen mit Niederschlag und Sturm. Diese Arbeiten bei solchem Wetter durchzuführen, stellt eine erhöhte Gefährdung für die AnwohnerInnen und die Umwelt dar.

750 Gramm hochgiftiges Hexachlorcycohexan (HCH) pro Kilogramm: Solch extrem gefährliches Material liegt auf einem Feldweg in Hagenthal-le-Bas. Dies haben Pingwin Planet und der Basler Altlastenspezialist Dr. Martin Forter 2011 bekannt gemacht. Erst jetzt, sechs Jahre später, ringt sich die Préfecture endlich durch, in Hagenthal-le-Bas wenigstens dieses Gift teilweise zu entfernen. Dies allerdings ohne schützendes Zelt. Damit nimmt die Préfecture in Kauf, dass beim Baggern giftiger Lindan-Abfall-Staub in die Umwelt gelangt. Zudem werden die Arbeiter gefährdet, die nur mit Gasmasken anstatt mit speziellen Schutzanzügen und Flaschenluft aus- gestattet sind. Doch auch bei diesem Feldweg will die Préfecture nicht alles wegräumen: Wie bei den anderen Feldwegen und Picknick-Plätzen in Hagenthal-le-Bas und Hagenthal-le-Haut soll das Gift bleiben und mit Beton überzogen werden, so z.B. auch am Waldrand beim Rosshimmel, einem beliebten Picknick-Platz oberhalb von Hagenthal-le-Haut.

Pingwin Planet und Dr. Martin Forter sind über das Vorgehen der Préfecture empört. Seit 45 Jahren verschmutzt der Lindan-Abfall das Lörx- bachtal schleichend. Anstatt das Giftproblem nun wirklich zu lösen, verlagert es die Behörde mit dem blossen Zubetonieren auf zukünftige Generationen. Denn: Beton kann Lindan-Abfall nicht langfristig binden.

Seit Beginn der 1970er-Jahre liegt Kies auf Feldwegen in Hagenthal-le-Bas und Hagenthal-le-Haut, der mit Lindan-Abfall kontaminiert ist. Er stammt vom Fabrikgelände des ehemaligen Lindan-Produzenten Ugine Kuhlmann in Huningue. Das dortige Fabrikgelände (ARA STEIH) in Hu- ningue wird seit 2013 von Novartis saniert. Dabei entwich zu Beginn so viel Lindan-Abfall-Staub, dass Novartis die Arbeiten abrechen musste. Trotz der schlechten Erfahrungen in Huningue will die Préfecture in Hagenthal-le-Bas ohne Zelt arbeiten. Das ist unverständlich.

Pingwin Planet und Dr. Martin Forter fordern :

  • Sofortiger Abbruch der geplanten Sanierungsarbeiten (ohne Zelt und speziellen Schutz der Arbeiter).
  • Kein Zubetonieren der Feldwege und Picknickplätze in Hagenthal-le-Bas und Hagenthal-le-Haut, sondern deren vollständige Dekontamination
  • Die Beseitigung des Gifts unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen, das heisst mit Zelt und speziellem Schutz der Arbeiter.
  • Dass die ausgegrabenen Flächen und deren Umgebung durch unabhängige Experten untersucht werden .

Kontakt:

Lorenz Hirni, Co-Präsident
Clément Tolusso, Medien
+41 (0)55 511 22 55
+41 (0)79 213 41 06

 

Medienmitteilung von Pingwin Planet und Dr. Martin Forter vom 10. Juni 2013

Frei zugänglicher HCH-Chemiemüll auf Feldweg in Hagenthal-le-Bas (F):

Die Préfecture foutiert sich um die Gift-Gefahr

Situations-FotoPingwin Planet sichert den Giftweg in Hagenthal-le-Bas, weil es die Préfecture nicht tut. Foto: Dave Joss

Pingwin Planet tut, wozu die französischen Behörden trotz akuter Giftgefahr offensichtlich nicht einmal nach einem Monat in der Lage sind: Mit Ketten und Schlössern haben Pingwin Planet-AktivistInnen den Zaun um den hochgiftigen, aber frei zugänglichen HCH-Abfall auf einem Feldweg in Hagenthal-le-Bas (F) verrammelt und abgesperrt. Jetzt warnen endlich Tafeln mit der Aufschrift „Gift“ die Bevölkerung vor dem gefährlichen Chemiemüll. Er stammt aus der Produktion des längst verbotenen Insektizids Lindan, das Ugine-Kuhlmann bis 1976 in Huningue (F) produziert hatte. Doch sperren allein reicht nicht: Pingwin Planet und Forter fordern die Behörden und den Rohstoffkonzern Rio Tinto deshalb ultimativ auf, das Gift innerhalb eines Monats zu entfernen, um endlich die Hagenthaler Bevölkerung zu schützen.

Denn: auf Gift spazieren ist in Hagenthal-le-Bas (F) noch immer möglich. Die Préfecture scheint es nicht zu stören, dass ein Kind aus den Nachbarhäusern das Gift schlucken könnte und die HagenthalerInnen es an den Schuhen in ihre Häuser verschleppen. Auf jeden Fall ist es nicht erklärbar, dass es die Préfecture selbst innerhalb eines Monats nicht geschafft hat, die von ihr angebrachten Absperrungen wieder zu schliessen. Dies, obwohl sie Forter und Pingwin Planet am 15. Mai 2013 über die erneute freie Zugänglichkeit des Gifts in Kenntnis gesetzt haben. Dass Gift unter freiem Himmel auf einem Feldweg in Hagenthal-le-Bas liegt, darauf haben Pingwin Planet und Martin Forter erstmals im November 2011 hingewiesen. Sie zeigten auf, dass die französischen und Schweizer Behörden seit Jahren vom Gift in Hagenthal wussten, aber nicht handelten. Trotz der akuten Giftgefahr für Mensch, Tier und Umwelt haben sich die französischen Behörden schon damals skandalös viel Zeit gelassen. Anstatt das Gift sofort zu entfernen, sperrtensie nach einem halben Jahr bloss den Feldweg.

Es ist höchste Zeit, die Hagenthaler Bevölkerung endlich zu schützen. Deshalb fordern Pingwin Planet und Forter die französischen Behörden und den zumindest ethisch verantwortlichen Rohstoffkonzern Rio Tinto ultimativ auf, das Gift innerhalb eines Monats zu entfernen.

Kontakt:

Maja Widler, Pingwin Planet
Dr. Martin Forter, Geograf und Altlastenexperte, Basel
0041 (0) 55 511 22 55
0041 (0) 61 691 55 83

 


Video Sperrung HCH-Feldweg durch Pingwin Planet

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Medienmitteilung von Pingwin Planet und Dr. Martin Forter vom 15. Mai 2013

Spazieren auf Chemiemüll – in Hagenthal wieder möglich

Situations-FotoReiten auf Gift: Szene auf dem HCH-Feldweg in Hagenthal-le-Bas (F) am 8.6.2013. Foto: Martin Forter

Der hochgiftige Chemiemüll auf einem Feldweg in Hagenthal-le-Bas (F) ist wieder frei zugänglich: Jemand hat die Absperrungen, die die französischen Behörden anbringen liessen, wieder geöffnet. Die Folge: Ohne es zu bemerken, spazieren Menschen, Hunde und Pferde direkt über das Gift. Sie verschleppen es mit Schuhen, Pfoten und Hufen in die Häuser sowie Ställe. Das macht es für Pingwin Planet und Dr. Martin Forter nur noch klarer: Der Chemiemüll muss endlich weg.

Bis zu 750 Gramm hochgiftiges Hexachlorcyclohexan (HCH) aus der Produktion des verbotenen Insektizids Lindan bei Ugine-Kuhlmann in Huningue (F) pro Kilo haben Pingwin Planet und Dr. Martin Forter auf einem Feldweg in Hagenthal-le-Bas (F) nachgewiesen. Dies haben sie im November 2011 publik gemacht und verlangt, dass der Chemiemüll unter freiem Himmel schnellstens fachgerecht beseitigt wird. Doch anstatt das auch für Kinder aus den Nachbarhäusern frei zugängliche Gift zu entfernen, sperrten die französischen Behörden den Feldweg nur mit Bauabschrankungen ab.

Im Gänsemarsch über den Sondermüll

Nun, ein weites halbes Jahr später aber zeigt ein Kontrollgang: Jemand hat – von den Behörden unbemerkt – die Absperrungen wieder geöffnet. Die seitlichen Bauabschrankungen führen nun Spaziergänger, Hunde und Pferde auf dem Feldweg im Gänsemarsch präzise über den Chemiemüll. Ohne es zu wissen verschleppen sie so mit Schuhen, Pfoten und Hufen das hochgefährliche Gift in ihre Wohnungen und in die Ställe. Dies zeigt: Chemiemüll auf Feldwegen lässt sich nicht absperren. Es gibt nur eine Möglichkeit, die Menschen und die Umwelt zu schützen: Der Dreck muss weg – und zwar sofort.

Pingwin Planet und Dr. Martin Forter fordern die französischen Behörden sowie den moralisch für den Sondermüll verantwortlichen Rohstoffkonzern Rio Tinto auf, zu handeln und endlich die Bevölkerung von Hagenthal zu schützen.

Pingwin und Forter verlangen:

  • Eine erneute, sofortige und verstärkte Sperrung des Feldwegs.
  • Anbringen von Schildern, die vor dem Gift warnen.
  • Die sofortige, direkte Information der Bevölkerung über das Gift in ihrer Nachbarschaft
  • Ultimativ die Entfernung des Chemiemülls innerhalb von zwei Monaten

Kontakt:

Maja Widler, Pingwin Planet, Zürich
Dr. Martin Forter, Geograf und Altlastenexperte, Basel
0041 (0) 55 511 22 55
0041 (0) 61 691 55 83

 

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