MARTIN FORTER - GEOGRAF UND ALTLASTENEXPERTE

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Medienmitteilung von Pingwin Planet und Dr. Martin Forter vom 10. Juni 2013

Frei zugänglicher HCH-Chemiemüll auf Feldweg in Hagenthal-le-Bas (F):

Die Préfecture foutiert sich um die Gift-Gefahr

Situations-FotoPingwin Planet sichert den Giftweg in Hagenthal-le-Bas, weil es die Préfecture nicht tut. Foto: Dave Joss

Pingwin Planet tut, wozu die französischen Behörden trotz akuter Giftgefahr offensichtlich nicht einmal nach einem Monat in der Lage sind: Mit Ketten und Schlössern haben Pingwin Planet-AktivistInnen den Zaun um den hochgiftigen, aber frei zugänglichen HCH-Abfall auf einem Feldweg in Hagenthal-le-Bas (F) verrammelt und abgesperrt. Jetzt warnen endlich Tafeln mit der Aufschrift „Gift“ die Bevölkerung vor dem gefährlichen Chemiemüll. Er stammt aus der Produktion des längst verbotenen Insektizids Lindan, das Ugine-Kuhlmann bis 1976 in Huningue (F) produziert hatte. Doch sperren allein reicht nicht: Pingwin Planet und Forter fordern die Behörden und den Rohstoffkonzern Rio Tinto deshalb ultimativ auf, das Gift innerhalb eines Monats zu entfernen, um endlich die Hagenthaler Bevölkerung zu schützen.

Denn: auf Gift spazieren ist in Hagenthal-le-Bas (F) noch immer möglich. Die Préfecture scheint es nicht zu stören, dass ein Kind aus den Nachbarhäusern das Gift schlucken könnte und die HagenthalerInnen es an den Schuhen in ihre Häuser verschleppen. Auf jeden Fall ist es nicht erklärbar, dass es die Préfecture selbst innerhalb eines Monats nicht geschafft hat, die von ihr angebrachten Absperrungen wieder zu schliessen. Dies, obwohl sie Forter und Pingwin Planet am 15. Mai 2013 über die erneute freie Zugänglichkeit des Gifts in Kenntnis gesetzt haben. Dass Gift unter freiem Himmel auf einem Feldweg in Hagenthal-le-Bas liegt, darauf haben Pingwin Planet und Martin Forter erstmals im November 2011 hingewiesen. Sie zeigten auf, dass die französischen und Schweizer Behörden seit Jahren vom Gift in Hagenthal wussten, aber nicht handelten. Trotz der akuten Giftgefahr für Mensch, Tier und Umwelt haben sich die französischen Behörden schon damals skandalös viel Zeit gelassen. Anstatt das Gift sofort zu entfernen, sperrtensie nach einem halben Jahr bloss den Feldweg.

Es ist höchste Zeit, die Hagenthaler Bevölkerung endlich zu schützen. Deshalb fordern Pingwin Planet und Forter die französischen Behörden und den zumindest ethisch verantwortlichen Rohstoffkonzern Rio Tinto ultimativ auf, das Gift innerhalb eines Monats zu entfernen.

Kontakt:

Maja Widler, Pingwin Planet
Dr. Martin Forter, Geograf und Altlastenexperte, Basel
0041 (0) 55 511 22 55
0041 (0) 61 691 55 83

 


Video Sperrung HCH-Feldweg durch Pingwin Planet

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